FFB Tagblatt zum erfolgreichen Osterausflug an den Bodensee

Steilvorlage zum Matchball

Zehn Sekunden haben Gröbenzells HCD-Handballerinnen im Hexenkessel von Allensbach vor 1000 Zuschauern zum Sieg gefehlt. Doch auch das 29:29-Remis wurde als Triumph gefeiert.
 
Gröbenzell – „Das war ein ganz, ganz wichtiger Punktgewinn für uns", sagte Co-Trainer Harald Fischer, nachdem er zunächst nicht wusste, ob er einem verlorenen Punkt nachtrauern oder sich über einen Zähler freuen sollte. Dann sprach er aber doch von einer gerechten Punkteteilung. In Allensbach zu punkten sei nicht so einfach, erinnerte Fischer an die 27:37-Pleite aus dem Vorjahr.Das bekam die Mannschaft auch beim Drittliga-Spitzenspiel wieder zu spüren. Nach einer 2:0-Führung rannte Gröbenzell schon früh einem 2:5-Rückstand hinterher (8.). Erst beim 12:12 war der HCD wieder dran. Überragend bei den Gastgebern war Torfrau Nathalie Wörner, die Gröbenzells Angreiferinnen zur Verzweiflung brachte. Nach 30 Minuten hatten die Mädels von Cheftrainer Hendrik Pleines aber mit 16:15 ganz knapp die Nase vorn.Und nach 38 Minuten führte der Tabellenzweite gar mit fünf Toren Vorsprung (24:19). Gröbenzell schien auf einen sicheren Sieg zuzusteuern. „Doch aus unerklärlichen Gründen haben wir den Faden verloren", klagte Fischer. Der Vorsprung schmolz und wurde gedreht: Fünf Minuten vor Schluss lag Allensbach wieder mit zwei Toren vorn (28:26). Es wurde dramatisch: Gröbenzell erzielte drei Treffer in Folge und hatte zweieinhalb Minuten vor Schluss einen hauchdünnen Vorsprung (29:28). Der war dann zehn Sekunden vor Abpfiff weg.
 
Den nächsten Auswärtsauftritt am Samstag, dem vorletzten Saisonspieltag, in Brombach bezeichnet Fischer als Matchballspiel. Mit einem Sieg soll der zweite Tabellenplatz eine mögliche Aufstiegsrelegation zur 2. Bundesliga eingetütet werden. Und auch den Kampf um Platz eins hat der HCD noch nicht ganz aus den Augen verloren. Am letzten Spieltag empfängt Gröbenzell mit dem VfL Waiblingen ausgerechnet die Mannschaft, mit der Tabellenführer Korb in der neuen Saison eine Spielgemeinschaft eingeht.
 
Dieter Metzler